Personal & Führung

Oh du fröh­liche Selbst­mo­tivation

Die meisten Un­ter­neh­mer ha­ben zwischen den Jah­ren end­lich ein we­nig Ru­he. Ir­gend­wo in dieser Ru­he kön­nen sie die Quelle für ihre per­sön­liche Selbst­mo­ti­va­tion finden. Das ist auch nö­tig, denn nur so lässt sich der Ak­ku ge­zielt wie­der aufladen.

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Das Unternehmertum macht Spaß, die Selbstmotivation ist hoch. Aber zum Jahresende sind auch die meisten Selbständigen doch ganz froh, endlich mal nicht für Kunden oder Mitarbeiter funktionieren zu müssen. Viele freuen sich seit Wochen darauf, nach einem turbulenten Jahr etwas Muße zu haben. Die gute Nachricht: Wer nicht gerade Notdienste übernehmen oder seinen Betrieb – etwa in Gastronomie und Handel – zwischen den Jahren offen halten muss, kann jetzt zur Ruhe kommen. Mal wieder spazieren gehen oder Fotos anschauen? Zeit mit Familie und Freunden verbringen? All die Dinge, für die im Alltag kaum genug Zeit bleibt. Wer kann, sollte sich zwischen den Jahren etwas gönnen. Und damit auch wieder eine gute Basis für die künftige Selbstmotivation legen.

Selbst­mo­ti­va­tion muss re­gel­mä­ßig auf­ge­frischt wer­den

Unternehmer besitzen natürlich Selbstmotivation. Immerhin haben sie sich selbst ausgesucht, welchen Betrieb sie führen, und genießen da ihre Gestaltungsmöglichkeiten. Sie sind der Chef. Aber ganz so einfach ist es doch nicht. So viel Freude sie an der Arbeit haben – die tägliche Belastung zerrt schon an den Nerven, lässt die Kraftreserven schwinden. Oft sind auch die Feiertage selbst wie etwa Weihnachten noch Stress – hier die Eltern besuchen, dort die Schwiegereltern, dann noch Abstecher zu anderen Verwandten und Freunden. Und – falls sie schon ausgezogen sind – die eigenen Kinder nicht vergessen. Deshalb kehrt bei vielen Unternehmern vermutlich erst jetzt, nach den Feiertagen, wirklich Ruhe ein. Nun besteht die Kunst darin, im richtigen Moment wieder runterzukommen und die freien Tage zu genießen. Genau diese Phasen geben wertvolle Impulse für eine weitere gesunde Selbstmotivation. Wer Hund oder Katze zuhause hat – schmusen oder spielen ist immer gut. Spazierengehen natürlich auch. Einfach mal das Nichtstun genießen, die Gedanken schweifen und die Seele baumeln lassen.

Zwi­schen gu­ter und schlech­ter Selbst­mo­ti­vation un­ter­scheiden

Nach ein paar Tagen denkt man dann vermutlich automatisch über Selbstmotivation nach. Nicht nur, dass es einen großen Unterschied macht, wie zufrieden Unternehmer grundsätzlich mit dem sind, was sie tun und andererseits dem, wie die Arbeit daran ihnen dann im Detail gelingt. So verschieden wie die Menschen sind, so unterschiedlich ist auch ihr Weg zur Selbstmotivation. Eins ist aber klar: Es gibt konstruktive Arten der Selbstmotivation – und solche, die langfristig eher Nerven, Gesundheit oder Lust kosten und damit auf Dauer auch die Selbstmotivation selbst gefährden. Konstruktive Selbstmotivation erkennen Unternehmer vereinfacht gesagt daran, dass sie eher auf Freude als auf Angst basiert sowie Kraft für andere Dinge lässt, als nur Arbeit und Funktionieren. Wirtschaftlicher Druck reicht zur Selbstmotivation perspektivisch ebenso wenig wie die ständige Karotte Erfolg vor der Nase. Zwischen den Jahren ist eine gute Zeit, die für sich persönlich richtige Art der konstruktiven Selbstmotivation zu erkennen.

Nach den Quelle für eine ge­sunde Selbst­mo­tivation suchen

Wer in Sachen Selbstmotivation nachhaltig mit sich umgehen will, muss ehrlich zu sich selbst sein, damit die Selbstmotivation hält. Es gilt einige Erkenntnisse über sich selbst und sein Leben zu gewinnen – die wiederum neuen Schwung geben oder eine andere Richtung anzeigen können. Inspirierende Fragen hierfür stellt Jochen Mai. Vielleicht führen schon die zu motivierenden Vorsätzen für mehr Selbstmotivation im nächsten Jahr, etwa für die Arbeitsorganisation. Vielleicht bekommen Unternehmer beim Lesen auch Lust, sich mehr Zeit für diese Fragen zu nehmen. Dann können sie jetzt nach einem Coach suchen – auch das trägt oft zur Selbstmotivation bei.

Bei Fach­messen lässt sich viel Selbst­mo­tivation tanken

Vielleicht ist auch grundsätzlich alles im Lot – und es geht eher darum, einfach mal wieder frischen Wind um die Nase zu bekommen. Mal wieder die Fühler in Richtung Branche auszustrecken, etwa auf einer Messe – ohne dabei direkt einen geschäftlichen Zweck zu verfolgen. Das stärkt oft ungeahnt die Selbstmotivation. Vor allem, wenn das Unternehmen so groß ist, dass der Chef auf Messen nur noch zweckgerichtet unterwegs und entsprechend eingespannt ist. Dann sollte es im nächsten Jahr vielleicht mal wieder etwas anders sein. Wie wäre es bei Messen und Ausstellungen etwa mal mit etwas Übergreifendem? Bald geht die Saison wieder los. Einen Überblick können Unternehmer sich hier verschaffen.

Auch Ta­gun­gen und Bar­camps die­nen der Selbst­mo­tivation

Vielleicht dient auch eine interessante Tagung der Selbstmotivation. Zwischen den Jahren können Unternehmer schon mal durch die Tagungskalender ihrer Branche, ihres Berufsstandes oder ihrer Region surfen. Interessant sind auch so genannte Barcamps, die es mittlerweile bundesweit zu den verschiedensten Themen gibt. Anders als sonst bei Kongressen üblich, ist hier explizit erwünscht, dass die Teilnehmer selbst auch Veranstalter sind und zu ihren Themen referieren. Das kann der Selbstmotivation ja den Turboantrieb geben.

Selbst­mo­ti­vation brin­gen nur die rich­tigen gu­ten Vor­sätze

Auch gute Vorsätze können zur Selbstmotivation beitragen – wenn sie gut gemacht sind. Das ist allerdings wichtig. Ob nun mehr Sport, bessere Ernährung, mehr Zeit für Familie oder Freunde – gute Vorsätze bringen nur soviel zur Selbstmotivation, wie sie konkret sind. Wer sich allgemein etwas vornimmt, hat am Ende schlimmstenfalls eine teure Mitgliedschaft mehr abgeschlossen, die er dann auch wieder nicht nutzt – und der Selbstmotivation mehr geschadet, als geholfen. Grund ist dann nicht der innere Schweinehund, sondern der falsche Vorsatz. Was auch immer Unternehmer sich vornehmen wollen: Der Vorsatz sollte konkret sein und erreichbar – und vor allem sollte der damit verbundene Plan Lust auf die Umsetzung machen.

Viel Freude und Erfolg dabei wünschen wir Ihnen bei allem, was Sie sich vornehmen. Und ein gutes neues Jahr 2019.

 

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Midia Nuri

ist Wirtschaftsjournalistin. Sie schreibt vor allem über nutzwertige Unternehmerthemen rund um Betriebsführung oder auch Finanzielles und Steuerliches für verschiedene Branchenzeitschriften, wie etwa den kfz-Betrieb, Die Fleischerei, Der Freie Zahnarzt, Fahrzeug + Karosserie oder auch etwa Das Dachdeckerhandwerk. Außerdem ist sie Chefredakteurin eines Newsletters von BWRMed!a zum Thema Steuern und Bilanzierung. Zu Steuer- und Finanzthemen bloggt und twittert sie derzeit sporadisch unter lady-godiva-blog.de und twitter.com/LadyGodivaBlog.