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In der Baubranche digital neu aufgestellt

Die Baubranche trotzte coronabedingten Einbußen und kämpft dennoch mit Fachkräftemangel und Digitalisierung. Zumindest letzteres lässt sich direkt beeinflussen, zeigt das Bauunternehmen Anton Bokmeier GmbH.

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Schwierige Zeiten für den Mittelstand. Aber auch eine Chance: die Baubranche wird digital. Während die Corona-Krise das Bruttoinlandsprodukt (BIP) minderte, federte die Bauwirtschaft im vergangenen Jahr die Minderung laut Hauptverband der deutschen Bauindustrie ab. Auch die Beschäftigungszahlen nahmen im Gegensatz zur Gesamtwirtschaft zu. Nicht zuletzt machen Bauinvestitionen etwas mehr als ein Zehntel des deutschen BIP aus. Die Baubranche lag damit 2020 vor anderen Industrie-Branchen wie dem Maschinenbau oder der Chemischen Industrie und hat die Gesamtkonjunktur gestützt. Damit ist die Baubranche ein Schlüsselsegment für Deutschland. Dennoch ist nicht alles rosig.

Harte Zeiten in der Baubranche erwartet

Wenngleich die Baubranche gut durch die Corona-Krise gekommen ist, erwartet der Hauptverband der deutschen Bauindustrie für 2021 einen Rückgang der Produktion von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Coronabedingte Hygienemaßnahmen auf den Baustellen, steigende Baumaterialpreise aufgrund erhöhter Nachfrage sowie Hamsterkäufe und Lieferengpässe treiben die Kosten in die Höhe. Mehr Bewerber bei Bauprojekten, Bestandsverträge mit den Kunden und Witterungsverhältnisse reduzieren auf der anderen Seite Bautätigkeiten. Das schmälert wiederum Umsatz und Gewinn. Die Zeiten werden härter für die Branche. Denn auch wenn 2020 die Beschäftigungszahlen zunahmen, die Baubranche kämpft nach wie vor mit bürokratischen Regeln und dem Mangel an qualifizierten Fachkräften.

Baubranche wird digital – Ausnahmen bestätigen die Regel

Ebenso ist die Digitalisierung in der Regel nur bedingt in den Köpfen vieler Verantwortlicher präsent, obwohl diese in vollem Gange ist. Um nicht den Anschluss zu verlieren, dafür sorgt manchmal die Zeit oder die Situation, weiß Lohnbuchhalter Heiko Hillebrand. In dem Bauunternehmen Anton Bokmeier GmbH, in dem er beschäftigt ist, ist die Digitalisierung seit Mitte 2020 ein präsentes Thema. Nach über 20 Jahren war die Vorgänger-Software in die Jahre gekommen. „Trotz Updates, die sie rechtlich auf dem neuesten Stand hielt, war die Bedienung doch sehr umständlich“, erinnert er sich.

Die Anton Bokmeier GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen in Bad Mergentheim. Es beschäftigt 60 Mitarbeiter und ist für über 30 Kommunen und zahlreiche Firmen- und Privatkunden tätig. Mitten in der Corona-Pandemie hat das Unternehmen das Projekt mit seinem Steuerberater und DATEV durchgezogen. Das Ziel war, in der Baubranche digital neu durchzustarten. Nachdem eine neue Software gesucht werden musste, lag es nahe, die Digitalisierung im eigenen Haus voranzutreiben. Da bot es sich an, die gleiche Software zu nutzen, wie sie in der sie beratenden Steuerkanzlei verwendet wird. Hauptargument lieferte der Wunsch nach einem einfachen durchgängigen Datenaustausch mit ihrer Kanzlei, zum einen. Zum anderen, sagt Heiko Hillebrand, „war es uns wichtig, dass wir bei Notsituationen wie Personalengpässen in der Buchhaltung oder der Lohnbuchhaltung schnell reagieren können. Wenn heute so ein Engpass passiert, haben wir die Möglichkeit des Outsourcings, dann kann uns die Kanzlei helfen.“

Besonderheiten der Baubranche fest im Blick

In der Regel buchen die Angestellten der Anton Bokmeier GmbH im Betrieb alle Geschäftsvorgänge selbst. Die Kanzlei übernimmt die Daten für den Jahresabschluss, nimmt Umbuchungen sowie Abschlussbuchungen vor und führt das Anlagevermögen. Um ihre Aufgaben, die in der Baubranche anfallen, digital zu bewältigen, hat sich die Firma für DATEV Kostenrechnung classic und DATEV Mittelstand Faktura mit Rechnungswesen entschieden. Bei letzterem hilft ihnen besonders die Funktion, um Zahlungsvorschläge zu bearbeiten. Zusätzlich können sich Unternehmen beim Buchen der elektronischen Kontoauszüge durch Buchungsvorschläge unterstützen lassen.

Wenngleich ein halbes Jahr später, fiel mit DATEV Lohn und Gehalt auch im HR-Bereich die Wahl auf DATEV. Beim Lohn in der Baubranche ist die Abrechnung sehr vielseitig: Beitragsabrechnung zur Sozialkasse, Abrechnung mit der Urlaubskasse in den Wintermonaten, Abrechnung von Saison-Kurzarbeitergeld, Beitragsabrechnung mit der Berufsgenossenschaft etc. „Da ist es sehr hilfreich, wenn alle benötigten Funktionen in der Software enthalten sind und die entsprechenden Meldungen über das Rechenzentrum versendet werden können“, sagt Heiko Hillebrand. Besonders nützlich findet er die Funktion der Probeabrechnung und die Tools für die Erfassung der BAV-Verträge.

Zwar hat Heiko Hillebrand schon einen Verbesserungswunsch im Blick – er wünscht sich einen Monatsbericht zum Bauhauptgewerbe – sein Favorit ist aber das Branchenpaket Bau und Handwerk. „In der Baubranche geht es aus unserer Sicht nicht ohne das Branchenpaket, da gibt es viel zu viele Besonderheiten. Das fängt in der Finanzbuchführung mit der Anzahlungsbuchhaltung an und geht im Lohn-Bereich mit der Urlaubs- und Sozialkasse, dem sogenannten SOKA-BAU weiter, um nur zwei Punkte zu nennen.“ Zwar nutzt das Unternehmen die Branchenauswertung bisher nicht, um die Unternehmenskennzahlen mit anderen Unternehmen der Baubranche zu vergleichen. Dennoch ist das hilfreich, weil entsprechende Konten für solche Besonderheiten der Baubranche, wie SOKA-BAU vorhanden sind.

Eine Baustelle weniger: So wird die Baubranche digital

Der Umstieg auf die DATEV-Software war für das Unternehmen keine große Sache. Dass er in zwei Etappen passierte und die Lohnbuchführung ein halbes Jahr später, zum Jahreswechsel umgestellt wurde, dafür entschied sich das Unternehmen bewusst. „Der Programmwechsel hat aus unserer Sicht gut funktioniert, wir haben auch gleich die Möglichkeit genutzt, den eigenen Kontenrahmen zu erweitern und Kleinigkeiten in der Betriebsbuchführung umzustellen“, sagt Heiko Hillebrand. Auch die Einarbeitung und Schulungen liefen trotz Corona gut. Es gab lediglich drei Vor-Ort-Termine, ansonsten wurde alles per Online-Schulung, Telefon und E-Mail bewerkstelligt. „Sicher wäre die ein oder andere Schulung in Präsenz noch hilfreich gewesen, diese werden wir jetzt nach und nach besuchen.“

Wenngleich in der Baubranche einige Baustellen auch weiterhin existieren werden, die neue Software und damit neue digitale Arbeitsprozesse machen für die Anton Bokmeier GmbH künftig vieles einfacher. Insgesamt, sagt Heiko Hillebrand, „erfüllt die Software all unsere Anforderungen und stellt uns in der Baubranche digital neu auf.“

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