Kolumne

Freiraum für Ihre Botschafter

Corporate Influencer können als Unternehmensbotschafter Inhalte persönlich und lebendig vermitteln. Voraussetzung: Sie folgen einer Strategie und dürfen trotzdem eigenverantwortlich handeln. Und der rechtliche Rahmen sollte sicher abgesteckt sein.

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Dagi Bee, Julien Bam, Chiara Ferragni. Sagen Ihnen diese Namen etwas? Wenn ja, dann sind Sie zumindest mit dem Thema Influencer vertraut. Aber haben Sie sich auch schon einmal Gedanken darübergemacht, wie Sie sich das Influencer-Marketing in Ihrem Unternehmen zunutze machen können? Ich denke dabei nicht an die klassische Variante, bei der Firmen bekannte Influencer als Werber einsetzen – indem diese in ihrer Zielgruppe über ein bestimmtes Produkt sprechen und es bestenfalls weiterempfehlen. Das funktioniert möglicherweise bei großen Produktmarken, aber im Mittelstand oder auch bei erklärungsbedürftigen Dienstleistungen sowie im Recruiting zählen andere Faktoren. Zum Beispiel Glaubwürdigkeit und Authentizität.

Mitarbeiter als Influencer – online und offline vernetzt

Werfen wir einfach mal einen Blick in ein mittelständisches Unternehmen: Überall gibt es Mitarbeiter, die oft und gerne auf Social-Media-Kanälen unterwegs sind. Die sich online gern austauschen und wissen, wie die unterschiedlichen virtuellen Kanäle funktionieren. Andere wiederum reden gern öffentlich über das, was sie tun, halten Vorträge, sind in Netzwerken aktiv. Diese Mitarbeiter können Ihrem Unternehmen ein Gesicht geben, Sie im wahrsten Sinne des Wortes sichtbar machen – und zu Botschaftern Ihres Betriebs werden.

Corporate Influencer: rechtlichen Rahmen abstecken

Möglicherweise kennen Sie – je nach Größe Ihres Unternehmens – bereits potenzielle Kandidaten für das Projekt „Corporate Influencer“. Aber das allein genügt nicht. Sie müssen Ihre Unternehmensbotschafter befähigen, Ziele setzen, Plattformen auswählen. Neben der Strategie sind auch die rechtlichen Rahmenbedingungen wichtig – etwa, wie häufig Influencer im Arbeitsalltag aktiv sein können, ob es inhaltliche Grenzen gibt und wie in kritischen Situationen reagiert werden soll. Daneben sind Fragen des Datenschutzes und des Urheberrechts zu klären.

Wir bei DATEV setzen seit kurzem auf Unternehmensbotschafter – DATEV-Botschafter –, haben das Projekt mit Budget und Ressourcen ausgestattet. Weil es auch für uns Neuland ist, haben wir uns dazu entschieden, als erstes Unternehmen den Erfolg von Corporate Influencern wissenschaftlich zu messen. Die wichtigste Botschaft ist jedoch: Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser. Denn nur, wenn Mitarbeiter Freiräume haben, können sie gestalten und kreativ sein. Und dieser positive Ansatz ist die beste Unternehmensbotschaft, die man vermitteln kann.

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Dr. Robert Mayr

Diplom-Kaufmann, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, CEO der DATEV eG. Die Genossenschaft gehört zu den größten Softwarehäusern und IT-Dienstleistern in Deutschland. Seine Themen: #DigitaleTransformation, #DigitalLeadership #Plattformökonomie und #BusinessDevelopment. Seine These: „Die digitale Transformation ist keine Frage des Könnens, sondern des Wollens“.

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