Personal & Führung

Mit Hund oder Katze an den Feiertagen entspannen

Tiere zu streicheln ist sehr gut gegen Stress. Vielleicht legen Sie sich ja einen Vierbeiner zu oder planen für 2017 Urlaub auf dem Bauernhof. Kühe wirken auf reizüberflutete Städter sehr entspannend.

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Aus Sicht der zählbaren Arbeitsstunden fallen die Weihnachtsfeiertage 2016, wie man so schön sagt, arbeitgeberfreundlich. Dies unterstellt allerdings, dass ein Firmenchef sich freut, wenn bewegliche Feiertage auf einen Sonntag treffen und so kein Werktag verloren geht. Über die Frage, ob mehr Arbeitsstunden mehr Produktivität bedeuten, will ich hier gar nicht philosophieren. Mal sehen, ob dieses Jahr ein statistisches Leistungswunder zwischen Dienstag, dem 27. Dezember, und Freitag, dem 30. Dezember, zu verzeichnen ist, weil sich Weihnachten und Neujahr weitgehend am Wochenende abspielen. Außerdem könnte man es natürlich als arbeitgeberunfreundlich werten, dass der Firmenchef den Betrieb mit Blick auf den Kalender zwischen den Feiertagen offen hält und nicht zum Ausspannen kommt. Nur vor dem Fiskus hat er vorübergehend Ruhe – der Weihnachtsfrieden soll eingehalten werden.

Tiere haben eine sehr entspannende Wirkung

Aber zurück zum gestressten Unternehmer. Wer den Laden nicht zusperren will und Platz hat, kann sich zum Entspannen natürlich Tiere ansehen oder gleich selbst halten. Das Fell eines Vierbeiners zu streicheln, wirkt Wunder in Sachen Entspannung, das konnten Sie hier schon lesen – egal ob Hund, Katze oder Kuh. Streichelt jemand ein Tier, so die Idee diverser Kuschelangebote vom Küheknuddeln bis zum Katzencafé, schüttet der Körper das Hormon Oxytocin aus. Das scheint nur gute Eigenschaften zu haben und ist als Wohlfühlhormon und Gegenspieler von Stresshormonen wie Adrenalin und Kortison genau das, was man zum Ausgleich eines oft stressigen Unternehmerlebens brauchen kann. „Koeknuffelen“ – zu Deutsch Küheknuffeln – kommt übrigens aus den Niederlanden. Ein Landwirt bei Arnheim bieten Touristen stunden- oder tageweise die Gelegenheit, verbunden mit dem Lehrgang „Cowmunication – Kuhmunikation: das niederländische Poldermodell für Entspannung“.

Einige von Kopf bis Huf auf Kuscheln eingestellte Herden finden Sie auch hierzulande, etwa auf dem Bergwaldhof in Meinerzhagen, bei Seeger in Holstein oder bei Sissykuhkuscheln in Waldbröl. Dort können Sie stundenweise mit Kühen kuscheln und, wenn Sie etwas abenteuerlustiger sind, in den Sommermonaten eine Trekkingtour unternehmen oder ein Cowboy- und Indianerfest auf der Weide feiern. Allerdings: Eine Garantie auf Kuscheln gibt es natürlich nicht. Wenden die Kühe sich ab, werden Sie damit leben müssen.

Unternehmer können so gut Stress abbauen

Aus Sicherheitsgründen eher abraten würde ich davon, einfach irgendwelche Kühe auf einer Weide knuffeln zu wollen – schon weil die ihr Revier verteidigen werden. Vor allem vor Herden mit Kälbern sollten Sie bei Spaziergängen immer ein wenig Respekt haben. Medizinisch liegen tiergestützte Therapien seit Jahren im Trend, ihre Wirksamkeit ist längst belegt. Aber so etwas findet unter kontrollierten Bedingungen statt. Vielleicht warten Sie also doch besser mit den Kühen, bis Sie sich im Frühjahr bei einem darauf spezialisierten Landwirt einmieten können, und setzen zwischen den Feiertagen – besonders in den Firmenräumen – lieber auf das Kuscheln mit Hund oder Katze.

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Midia Nuri

ist Wirtschaftsjournalistin. Sie schreibt vor allem über nutzwertige Unternehmerthemen rund um Betriebsführung oder auch Finanzielles und Steuerliches für verschiedene Branchenzeitschriften, wie etwa den kfz-Betrieb, Die Fleischerei, Der Freie Zahnarzt, Fahrzeug + Karosserie oder auch etwa Das Dachdeckerhandwerk. Außerdem ist sie Chefredakteurin eines Newsletters von BWRMed!a zum Thema Steuern und Bilanzierung. Zu Steuer- und Finanzthemen bloggt und twittert sie derzeit sporadisch unter lady-godiva-blog.de und twitter.com/LadyGodivaBlog.