Steuern & Abgaben

Wichtige Tipps und Infos für Unternehmer zu Corona

Damit Sie Ihr Unternehmen sicher durch die Corona-Krise führen können, gibt es viele Hilfsangebote – etwa Kurzarbeitergeld, Soforthilfen, Kredite, Steuererleichterungen oder Zahlungsaufschub. Hier finden Sie einen Überblick, der laufend aktualisiert wird.

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Die Corona-Krise stellt Unternehmen aller Branchen vor ungekannte Herausforderungen. Deshalb existieren zahlreiche Hilfsangebote für die Wirtschaft. Aber auch weitere generelle Aspekte der Unternehmensführung sind und bleiben in der Corona-Krise wichtig. Zu all dem sollten sich Unternehmer regelmäßig mit ihrem steuerlichen Berater und Anwalt austauschen. Wir geben Ihnen hier die wichtigsten Themen, Tipps und Links zur Corona-Krise an die Hand.

Die Antragsfrist für die 1. Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) ist seit 09.10.2020 abgeschlossen. Für diese Fördermonate können keine Anträge mehr gestellt werden. Änderungsanträge für Phase 1 werden portalseitig noch bis 30.10.2020 entgegengenommen. Für die Antragstellung in der 2. Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate September bis Dezember 2020) liegen seit 20.10.2020 erste offizielle Informationen vor. Die Antragsstellung im Portal für Anträge der 2. Phase ist inzwischen möglich. Die Anträge können wie in Phase 1 nur von Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten gestellt werden. Sprechen Sie deshalb unbedingt mit Ihrem Steuerberater.

Novemberhilfe

Am 28.10.2020 haben die Bundesregierung und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder weitere Corona-Hilfen beschlossen – darunter auch außerordentliche Wirtschaftshilfen. Die Wirtschaftshilfe, die auch „Novemberhilfe“ genannt wird, richtet sich vor allem an diejenigen, die ihren Geschäftsbetrieb im November wegen der Corona-Maßnahmen einstellen müssen beziehungsweise mittelbar von dieser Schließung betroffen sind.

Am 05.11.2020 wurden erste Rahmenbedingungen zur Novemberhilfe bekannt gegeben. Die Eckpunkte lauten:

  • Antragsberechtigt sind direkt von den temporären Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen und indirekt betroffene Unternehmen. Hotels zählen als direkt betroffene Unternehmen. Indirekt Betroffene sind Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 % ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.
  • Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 % des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt (bis max. 1 Mio. Euro). Soloselbständige können als Vergleichsumsatz alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen.
  • Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November 2020 gezahlt werden, werden angerechnet.
  • Wenn im November trotz der grundsätzlichen Schließung Umsätze erzielt werden, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Für Restaurants gilt eine Sonderregelung, wenn sie Speisen im Außerhausverkauf anbieten.
  • Die Anträge können in den nächsten Wochen über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden. Die Antragstellung muss durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erfolgen. Soloselbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, sind unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt.

Zur Novemberhilfe gibt es inzwischen auch einen ersten FAQ-Katalog des Bundesministeriums der Finanzen.

 

Konjunkturpaket

Das umfassende Konjunkturpaket enthält zahlreiche Instrumente, mit denen die Wirtschaft als Ganzes sowie einzelne Bereiche unterstützt werden sollen – von speziellen Maßnahmen für Gewerbebetriebe, KMU, Handwerker, Personengesellschaften oder forschende Unternehmen bis zu Kunst- und Kulturbetrieben, sozialen Diensten, der Land- und Forstwirtschaft oder der Automobilindustrie.

Kurzarbeitergeld

Wegen der Corona-Krise hat der Gesetzgeber den Zugang zum Kurzarbeitergeld erleichtert. Außerdem können Kurzarbeiter – zunächst befristet bis zum Jahresende – mehr Geld erhalten: Ab dem vierten Monat 70 Prozent, ab dem siebten Monat 80 Prozent des Lohnausfalls, wenn mindestens die Hälfte der regulären Arbeitszeit ausfällt. Mit Kindern gibt es jeweils sieben Prozentpunkte mehr. Außerdem sollten Sie Folgendes beachten:

  • Service via Internet: Die Bundesagentur für Arbeit hat alle Informationen zum Kurzarbeitergeld und einen Online-Antrag übersichtlich bereitgestellt.
  • Alles Wichtige auf einen Blick: Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat Fragen und Antworten zur Kurzarbeit aufbereitet.
  • Checkliste für Unternehmer und Steuerberater: Aufträge werden abgesagt, Umsätze brechen weg – In der Corona-Krise denken viele Unternehmen darüber nach, wie sie Kündigungen vermeiden können. Ein wichtiges und bewährtes Instrument ist die Kurzarbeit. Die wichtigsten Fragen und Antworten.
  • Checkliste für Arbeitnehmer: Wenn ein Unternehmen Kurzarbeit beantragt, sind die Mitarbeiter oft verunsichert: Was kommt jetzt auf mich zu? Wie viel Gehalt bekomme ich noch – und darf ich mir anderswo etwas dazuverdienen? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Förderprogramme

Unternehmen, Selbständige oder Freiberufler können in Zeiten von Corona schnell in wirtschaftliche Schieflage geraten. Daher wurden Soforthilfen und Förderprogramme des Bundes sowie der Länder erweitert, angepasst oder neu aufgelegt und Hilfe für Selbständige angeboten.

Steuererleichterungen

Damit Unternehmen in Zeiten der Corona-Krise liquide bleiben, bietet die Finanzverwaltung verschiedene Erleichterungen bei der Steuer. Von der Umsatzsteuer über die Gewerbesteuer bis hin zur Einkommen- und Körperschaftsteuer. FAQs zum Thema hat das Bundesfinanzministerium veröffentlicht.

Arbeitsrecht und Organisation

An Corona erkrankte Arbeitnehmer, Angestellte in Quarantäne oder ganze Betriebe müssen unter Umständen von jetzt auf gleich ins Home-Office wechseln. Nun sind zahlreiche arbeits- aber auch steuerrechtliche Fragen zu klären.

  • Lohnabrechnungen: Diese Auswirkungen hat das Corona-Virus auf die Lohnabrechnungen.
  • Staatliche Erstattung: Wer kann eine Entschädigung bei Quarantäne beantragen?
  • Was jetzt bei der Lohnabrechnung wichtig ist: Derzeit ist auch beim Lohn nichts so, wie es vorher war: Je nachdem, ob Arbeitnehmer etwa in Quarantäne geschickt werden oder Kurzarbeitergeld bekommen, hat das unterschiedliche Auswirkungen auf den Lohnzettel. Drei Szenarien und ihre Folgen.

DATEV-Unterstützungspakete

Wir helfen Ihnen, diese schwierige Zeit zu meistern und geben Ihnen dafür Tools und Lernvideos (teilweise vorübergehend kostenlos) an die Hand. Sprechen Sie auch mit Ihrem steuerlichen Berater, was er an zusätzlichen Services für Sie bereithält.

Hörbar Steuern – der DATEV Podcast

Der DATEV-Podcast beschäftigt sich in zahlreichen Sonderausgaben mit den Auswirkungen der Corona-Krise. Experten geben Tipps zu aktuellen Themen.

  • Corona-Eilverfahren – Wenn’s schnell gehen muss: Vor den Gerichten häufen sich die Eilanträge, mit denen Unternehmen gegen die Beschränkungen des Lockdown light vorgehen wollen. Hören Sie den Podcast #45.
  • Insolvenz – Gewappnet gegen das Scheitern: Wie man Warnsignale rechtzeitig erkennt und deutet und was wichtig ist, um die Krise zu überwinden. Hören Sie den Podcast #41.
  • Dr. Mayr Spezial – Und nun: Ärmel hochkrempeln: Das Konjunkturpaket soll die durch die Corona-Krise gebeutelte Wirtschaft wieder in Schwung bringen. Hören Sie den Podcast #34.
  • Gewappnet für die Corona-Krise – Datenschutz und Datensicherheit: Diese Themen sind nicht nur in Zeiten von Corona mehr als irgendwie auch wichtig. Hören Sie den Podcast #33.
  • Gewappnet für die Corona-Krise – Kredithilfen und die Banken: Die Nachfrage nach Finanzhilfen und Förderkrediten ist zurzeit groß. Sie wollen einen Überblick? Hören Sie den Podcast #32.
  • Dr. Mayr Spezial – Deutschland vernetzt sich: Mit der Corona-Krise bekommt die Digitalisierung einen völlig neuen Stellenwert. Gestern noch analog, geht heute vieles digital. Hören Sie den Podcast #30.
  • Gewappnet für die Corona-Krise – Kurzarbeit: Kurzarbeit wird für immer mehr Unternehmen ein Thema. Neben dem eigentlichen Antrag ergeben sich viele weitere Fragen. Hören Sie den Podcast #29. 
  • Gewappnet für die Corona-Krise – How to Home-Office: Corona hat den beruflichen Weg vieler Arbeitnehmer – und auch vieler Führungskräfte – ins Home-Office geführt. Mit welchen Folgen? Hören Sie den Podcast #27.
  • Was Sie rund um die Sozialversicherung wissen sollten: Das Thema Sozialversicherung ist in der Corona-Krise für Unternehmen in mehrfacher Hinsicht bedeutsam. Hören Sie den Podcast #25.
  • Dr. Mayr Spezial: Der ver-rückte Mittelpunkt: Was bleibt nach Corona? Seit einigen Tagen sehen wir, wie die Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen uns in eine neue Normalität führen. Hören Sie den Podcast #24.
  • Trotz Lockerung – die Psyche bleibt belastet: Erste Lockerungen der Beschränkungen sind ein kleiner Lichtblick in der Corona-Krise. Dennoch: Menschen müssen mit sozialer Distanz leben. Hören Sie den Podcast #23.
  • Kurzarbeitergeld – Brücke aus der Krise: Auch nach den jüngsten leichten Lockerungen, auf die sich Bund und Länder diese Woche geeinigt haben, gibt es immer noch Betriebe, die Kurzarbeit anmelden müssen. Hören Sie den Podcast #22.
  • Minijobber – weniger oder mehr Arbeit: Unternehmen müssen in Zeiten von Corona so einiges wissen. Was muss zum Beispiel bei Minijobbern beachtet werden?  Hören Sie den Podcast #21.
  • Dr. Mayr Spezial: Gemeinsam durch die Krise: Die Corona-Krise hinterlässt schon jetzt deutliche Spuren in der Wirtschaft. Viele Unternehmen sind insolvenzgefährdet. Hören Sie den Podcast #20.
  • Mietrückstand? Kein Grund, zu kündigen: Wenn aufgrund der Corona-Krise die Miete nicht mehr gezahlt werden kann, ist das kein Kündigungsgrund. Das hat der Bundestag Ende März in einem Gesetz verabschiedet. Hören Sie den Podcast #19.
  • Flüssig bleiben, Liquidität sichern: Umsatzausfälle, Gehaltszahlungen, Fixkosten: In vielen Betrieben müssen jetzt kurzfristig die Finanzen gesichert werden. Hören Sie den Podcast #18.
  • Vertretung und Urlaub regeln: Wie können kranke Arbeitnehmer ersetzt werden? Welche Aspekte sind beim unbezahlten Urlaub zu berücksichtigen? Wie kann ein Vertretungskonzept aussehen? Hören Sie den Podcast #16.
  • Arbeitsorganisation und mobiles Arbeiten: Wie können Betriebe sich in Zeiten der Krise organisieren? Welche arbeitsrechtlichen Aspekte sind beim Home-Office zu beachten? Hören Sie den Podcast #15.
  • Lohnfortzahlung, Beschäftigungsverbote und Co: Wie wird im Betrieb mit Infektionsrisiken umgegangen? Was ist mit der Lohnfortzahlung, wann werden Beschäftigungsverbote ausgesprochen? Hören Sie den Podcast #14.
  • Vorsorge in Unternehmen: Was müssen Arbeitgeber beachten, wenn sie den Betrieb umorganisieren? Wie müssen sie Arbeitnehmer schützen? Hören Sie den Podcast #13.
  • Kurzarbeitergeld: Was bedeutet die Corona-Krise genau für Unternehmen und Kanzleien? In den Sonderausgaben des DATEV-Podcast klären wir Fragen rund um die Corona-Krise. Hören Sie den Podcast #12.
Mehr zum Thema

Hier finden Sie eine Zusammenstellung von wichtigen Informationen zum Corona-Virus.

 

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