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Deutsche Wirtschaft meistert Folgen der Corona-Pandemie

Eine Pleitewelle bleibt aus – Stand heute. Die Insolvenzgefahr für kleine und mittelständische Unternehmen ist deutlich gesunken, auch dank der Unterstützung durch ihre Steuerberaterinnen und Steuerberater und des IT-Dienstleisters DATEV eG.

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Die deutsche Wirtschaft scheint mit einem blauen Auge (bisher) durch die Pandemie gekommen zu sein. Die aktuellen Ergebnisse des Corona-Barometers der DATEV eG zeigen die niedrigste Insolvenzgefahr seit Beginn der Corona-Krise an. Im Vergleich zur Befragung im vergangenen Februar hat sich das Risiko, in die Pleite zu rutschen, für kleine und mittelständische Unternehmen halbiert. Seit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 befragt DATEV regelmäßig Steuerberaterinnen und Steuerberater zu den Auswirkungen der Covid19-Krise auf die wirtschaftliche Situation in ihren Kanzleien und bei ihren mittelständischen Unternehmensmandanten. DATEV selbst ist ebenfalls gut durch diese Zeit gekommen und hat teilweise von dem durch die Corona-Schutzmaßnahmen verstärkten Digitalisierungsschub profitiert.

„Gefährdungslage hat sich deutlich entspannt“

In der jüngsten Befragung für das DATEV-Corona-Barometer hat sich der durchschnittliche Anteil an Unternehmen, die ohne staatliche Hilfen als existenzgefährdet eingestuft werden, im Vergleich zur vorherigen Umfragewelle (Februar 2021) von 27 Prozent auf 13 Prozent mehr als halbiert. Der Anteil der befürchteten Marktaustritte trotz staatlicher Hilfen ging von vier Prozent auf zwei Prozent zurück. „Im Zuge der aktuellen, fortschreitenden Lockerungen der Corona-Maßnahmen hat sich die Gefährdungslage in vielen Bereichen deutlich entspannt“, sagte Dr. Robert Mayr, CEO der DATEV eG. „Die Werte stellen den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung im April 2020 dar.“

Bisher berichten nur zwei Prozent der befragten Kanzleien über Insolvenzanträge ihrer Unternehmenskunden nach dem Auslaufen der ausgesetzten Insolvenzantragspflicht zum 30. April 2021. Meist sind lediglich vereinzelte Unternehmen betroffen. Auch perspektivisch rechnet nur rund jede fünfte Kanzlei (19 Prozent) mit einem Anstieg von Insolvenzanträgen. Eine deutliche Mehrheit (59 Prozent) glaubt nicht, dass die Anträge wesentlich zunehmen werden.

Die Einschätzung, dass Unternehmen trotz staatlicher Hilfe die Krise nicht überstehen, wird vor allem damit begründet, dass sich die Höhe der Hilfen an falschen Kriterien bemisst (65 Prozent), nicht ausreichend ist (49 Prozent) beziehungsweise sich der betroffene Betrieb schon vor der Corona-Krise in einer wirtschaftlich schwierigen Situation befand (42 Prozent). Als Grund wird von vielen (39 Prozent) zudem die verspätete Auszahlung der Hilfen genannt.

DATEV wächst – auch in Italien, Österreich, Tschechien und Polen

Auch DATEV selbst ist gut durch die Pandemiekrise gekommen und setzte in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres den Wachstumskurs fort. Bis zum 30. Juni legte der Umsatz um 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu und lag damit bei 594,1 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2020 (01.01.- 31.12.) wuchs der Umsatz laut Jahresabschluss, den die Vertreterversammlung am 25. Juni festgestellt hat, um 5,1 Prozent auf rund 1,156 Milliarden Euro. Zum wirtschaftlichen Erfolg trugen auch die Vertriebsgesellschaften in Italien, Österreich, Tschechien und Polen bei. Ihr Umsatz lag 2020 insgesamt bei über 26 Millionen Euro (2019: 23,9 Millionen Euro) – trotz Corona und der Tatsache, dass diese Länder besonders heftig von der Pandemie betroffen waren.

Das Betriebsergebnis der DATEV betrug im vergangenen Jahr insgesamt 71,6 Millionen Euro – das waren elf Millionen Euro mehr als 2019. Grund dafür war vor allem der Betriebsaufwand, der im Verhältnis zum Umsatz weniger stark stieg, da es pandemiebedingt zum Beispiel deutlich weniger Präsenzveranstaltungen und Reisen gab. Gleichzeitig investierte DATEV mit 78 Millionen Euro stark, unter anderem in noch leistungsfähigere, energieeffizientere Server und Speichersysteme in den Rechenzentren.

DATEV unterstützt mittelständische Wirtschaft

Für DATEV-CEO Mayr fasst es zusammen: „Die DATEV hat in der Pandemie weiterhin Stärke und Leistungsfähigkeit gezeigt und konnte so dem Berufsstand und der mittelständischen Wirtschaft in Deutschland eine echte Hilfe sein.“.

Die Entwicklungsteams des IT-Dienstleisters nehmen bis heute mindestens alle drei Wochen gesetzlich veranlasste Änderungen in DATEV-Programmen vor. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt rund 280 – mehr als doppelt so viele wie im Durchschnitt der vorherigen Jahre. Diese Änderungen im Zuge der Corona-Unterstützungsmaßnahmen durch die Politik haben praktisch alle Betriebe intensiv beschäftigt. CEO Mayr ist sicher: „Der steuerberatende Berufsstand wie auch die gesamte mittelständische Wirtschaft haben hier Partner wie uns gebraucht, um sich in dieser Flut an Regularien zu orientieren und verlässliche, rechtssichere Lösungen für die betriebswirtschaftlichen Abläufe rechtzeitig verfügbar zu haben – etwa zur Mehrwertsteuersenkung vor einem Jahr.“ Der Informationsbedarf der Wirtschaft war gewaltig: Die Info-Dokumente der DATEV mit ständig aktualisierten Corona-relevanten Inhalten wurden von Kanzleien und Unternehmen zwischen Juni 2020 und Mai 2021 über 1,9 Millionen Mal aufgerufen.

Neben diesen Sonderaufgaben trieb DATEV auch geplante Maßnahmen voran. So konnten über 200 funktionale Updates und Erweiterungen für DATEV-Produkten realisiert, von denen die Kunden in der mittelständischen Wirtschaft auch abseits der Corona-Herausforderungen profitieren.

„Wachstumsschub bei cloud-bezogenen Angeboten“

DATEV-CFO Diana Windmeißer zeigte sich ebenfalls zufrieden: „Auch bei unseren cloud-bezogenen Angeboten sehen wir im ersten Halbjahr 2021 wieder einen kräftigen Wachstumsschub.“. Das Portal DATEV Arbeitnehmer online, über das Lohnabrechnungen rein digital abgerufen werden können, knackte im Juni die Marke von zwei Millionen Nutzerinnen und Nutzern – das sind doppelt so viele wie noch vor zwei Jahren. Die Zahl der Anwenderinnen und Anwender von DATEV Unternehmen online, einer digitalen Lösung für die Zusammenarbeit zwischen Kanzleien und Unternehmen, wuchs im ersten Halbjahr um rund 40.000 auf mehr als 310.000.

Zwischen Januar und Ende Juni hat DATEV 39.000 neue Kunden gewonnen, ihre Gesamtzahl liegt nun bei rund 444.000. Auch während der Pandemie hat die Genossenschaft dementsprechend Fachkräfte und Berufseinsteiger eingestellt: Ende Juni lag die Gesamtzahl der Beschäftigten bei 8202. (31. Dezember 2020: 8125; 30. Juni 2020: 8013). „Nach dieser herausfordernden Zeit bin ich umso mehr überzeugt: Unser Fokus auf nachhaltiges Wachstum und die digitale Transformation des Unternehmens, die dafür nötig ist, hat sich ausgezahlt“, so Mayr.

Kanzleien im Dauerstress – digitale Transformation stockt

Die digitale Transformation in den Kanzleien kam jedoch mancherorts etwas ins Stocken. Der DATEV-Digitalisierungsindex gab im Vergleich zur Erhebung vom September 2020 leicht von 112,1 auf 108,4 Punkte (-3,7) nach. Grund dafür ist vor allem die enorm gestiegene Belastung der Kanzleien bei der coronabedingten Unterstützung der Unternehmenskunden etwa bei der Beantragung von Unterstützungsgeldern, die die Arbeitskapazität bindet. Dennoch bleibt der Index auf einem deutlich höheren Niveau als vor der Krise: Im März 2019 hatte er noch bei 101,1 Punkten gelegen, anschließend folgte ein regelrechter Digitalisierungssprung.

„Der aktuelle leichte Abschwung in unserem Digitalisierungsindex war erwartbar“, sagte Mayr. „Die Zahl der befragten Steuerberaterinnen und Steuerberater, die eine zusätzliche Arbeitsbelastung aufgrund der Corona-Pandemie haben, ist noch einmal deutlich gestiegen. Deswegen müssen bei vielen die Digitalisierungsbemühungen etwas zurückstehen.“ Waren es im September 27 Prozent, die Mehrarbeit verzeichneten, sind es nun 43 Prozent. Als Ursache werden vor allem die Soforthilfen und das Überbrückungsgeld, aber auch die verschiedenen Corona-Förderungen genannt. Die Steuerberaterinnen und Steuerberater haben hier in der Pandemie eine sehr wichtige Rolle – besonders für den Mittelstand.

DATEV bis 2030 klimaneutral

Ein weiteres wichtiges Thema ist für DATEV der Klimaschutz – und das bereits seit vielen Jahren. „Für DATEV ist Nachhaltigkeit keine Modeerscheinung, sondern seit jeher ein wesentlicher Teil unserer Unternehmensphilosophie“, erklärte Diana Windmeißer. Dazu gehört der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen. Schon 1996 entstanden intern die ersten Umweltleitlinien. Seit 2014 bezieht DATEV ausschließlich Ökostrom – ergänzt durch vier eigene Photovoltaikanlagen. Zudem laufen kontinuierlich Green-IT-Maßnahmen, wie der Einbau effizienterer Kühlanlagen in den Rechenzentren. In einem der Standorte wird die Abwärme des Rechenzentrums darüber hinaus zur Beheizung der Bürogebäude genutzt. Auch die Digitalisierung in Kanzleien und Unternehmen zahlt auf den Umwelt- und Klimaschutz ein, indem sie hilft, Ressourcen zu schonen.

Die umfassende Nachhaltigkeitsstrategie der DATEV richtet sich an der ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit aus – und spielt in alle Planungs- und Entscheidungsprozesse hinein. Teil dieser Strategie ist, dass die Genossenschaft ihre Anstrengungen für den Klimaschutz noch einmal verstärkt. „Bis 2030 wollen wir klimaneutral sein“, so Mayr. Um dieses Ziel zu erreichen, werden derzeit konkrete Schritte geplant – etwa, um die CO2-Emissionen stark zu reduzieren und die Energieeffizienz weiter zu verbessern.

Im Sinne der Transparenz werden alle Maßnahmen der DATEV regelmäßig von unabhängigen Prüfern beurteilt. Die Genossenschaft erstellt unter anderem jedes Jahr eine Erklärung nach dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex, einem branchen-übergreifenden Transparenzstandard.

DATEV

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