Kolumne

Den Datenschatz in den Tresor

Datensicherheit ist für mittelständische Unternehmen kein notwendiges Übel, sondern zentrales Element, um die Digitalisierung voranzutreiben.

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Fühlen Sie sich sicher? Oder besser gefragt: Fühlen sich Ihre Daten sicher? Angesichts der jüngsten Hacker-Attacke auf Microsoft-E-Mail-Programme ist diese Frage durchaus gerechtfertigt. Anfang März 2021 wurde bekannt, dass eine Cyberspionage-Gruppe E-Mails von Microsoft-Kunden gehackt hatte. Betroffen waren unter anderem auch deutsche Bundesbehörden. Und das ist nur der jüngste, öffentlich gewordene Angriff auf Daten von Verwaltung und Unternehmen. Mindestens drei Viertel aller Unternehmen waren laut Bitkom im Jahr 2019 Opfer von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage. Außerdem gehen demnach acht von zehn Unternehmen davon aus, dass die Zahl der Cyberattacken auf ihren Betrieb zunehmen werden. Mit anderen Worten: Weder Unternehmen noch Daten können sich derzeit sicher fühlen.

Dreistellige Milliardenverluste durch Cybercrime

Dazu kommt, dass die Bedeutung der Datensicherung auch ohne Angriffe von außen häufig noch immer unterschätzt wird. Meist wird es erst dann zum Thema, wenn es bereits zu spät ist und wertvolle Daten verloren gegangen sind. Gerade kleine und mittlere Unternehmen gehen davon aus, dass sie entweder nicht interessant oder wichtig genug sind, um Opfer von Datendiebstahl zu werden. Oder aber sie halten ihren Datenschatz für ausreichend abgesichert. Die Statistiken belegen das Gegenteil: Jedes Jahr muss die deutsche Wirtschaft Verluste in dreistelliger Milliardenhöhe hinnehmen, die auf Cyberkriminalität zurückgehen. Und es sind nicht immer externe Angriffe, die zu Verlust der Daten führen: Menschliche Versehen und Hardwarefehler ziehen das gleiche Ergebnis nach sich.

Cybersicherheit zentraler Erfolgsfaktor für Digitalisierung

Trotzdem gibt es immer noch genug kleine und mittlere Unternehmen, die nicht auf eine strukturierte Datensicherung oder Backup-Lösungen setzen. Dabei kann Datenverlust nicht nur betriebliche Prozesse stören, sondern zu Umsatzeinbrüchen führen und schlimmstenfalls, wenn es sich um persönliche Daten handelt, rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, dass uns Digitalisierung in vielerlei Hinsicht nach vorne bringt. Diesen Fortschritt müssen wir jedoch auch schützen, indem wir Cybersicherheit als zentralen Erfolgsfaktor für die Digitalisierung verstehen.

Für mittelständische Unternehmen bedeutet das, nicht nur eine umfassende, individuell passende Sicherungslösung zu finden. Auch das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter muss geschärft werden, um Angriffsflächen für Cyberkriminalität zu verkleinern. Der digitale Wandel kann nur gelingen, wenn die Infrastruktur gut abgesichert ist. Nur so lässt sich das Wertvollste in Ihrem Unternehmen dauerhaft schützen: Ihr Datenschatz.

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Dr. Robert Mayr

Diplom-Kaufmann, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, CEO der DATEV eG. Die Genossenschaft gehört zu den größten Softwarehäusern und IT-Dienstleistern in Deutschland. Seine Themen: #DigitaleTransformation, #DigitalLeadership #Plattformökonomie und #BusinessDevelopment. Seine These: „Die digitale Transformation ist keine Frage des Könnens, sondern des Wollens“.

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