Personal & Führung

Unternehmer können auch mit Ostergeschenken punkten

Zu Weihnachten ist es üblich – auch zu Ostern freuen sich die Mitarbeiter bestimmt über ein Geschenk oder Fest. Und ein Osterpräsent für die Kunden erweckt garantiert Aufmerksamkeit.

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Zu Weihnachten ist die Sache mit den Geschenken klar, zu Ostern jedoch scheiden sich die Geister – manche meinen, der kleine Schokoladenhase oder das süße Eier-Nest reichen, während andere auch zu dieser Gelegenheit größere Präsente für angebracht halten. Beides hat seinen Reiz sowie seine Vor- und Nachteile. Wer als Chef zu Ostern die Einsatzbereitschaft seiner Mitarbeiter belohnen oder einen Motivationsschub für die kommenden Monate geben möchte, hat gerade noch Zeit, etwas Hübsches zu kaufen oder besorgen zu lassen. Im Prinzip ist die ganze Bandbreite an Geschenken und Sachbezügen wie etwa Gutscheinen denkbar. Unternehmer sollten jedoch mit dem Steuerberater ein paar Details rund um steuerfreie Extras sowie aktuelle Freibeträge und Freigrenzen für Geschenke, Aufmerksamkeiten oder Zuwendungen klären.

Jeder Mitarbeiter freut sich über einen Schokoladenhasen

Osterhasen und Schokoeier sind zu Ostern naheliegend und auch bei den meisten Nichtgläubigen beliebt, denen das Osterfest sonst egal ist. In einen Kaffeebecher oder ein nettes Porzellanschälchen gesteckt, macht ein kleines Osternest gleich einiges her. Im Kaffeebecher könnte aber auch ein Kaffeepflanzensetzling stecken. Das habe ich schon selbst statt einer Süßigkeit verschenkt, gab es damals beim Buchhändler hübsch verpackt in einem Espresso-Tässchen. Die daraus heranwachsende Kaffeepflanze soll wohlriechend und als Zimmerpflanze mit ihren weißen Blüten auch schön sein – da hätten die Pflanzenfreunde unter den Mitarbeitern also sicher lange nach Ostern Freude dran. Es wird sie sicher im Baumarkt geben. Als Geschenk zu Ostern wäre auch ein Eierbäumchen-Pflanzset sinnig – dieses hier sieht allerdings eher nach etwas für die Kinder und Enkel der Mitarbeiter aus. Vielleicht ein Kakaopflänzchen? Schokoladenbäumchen gibt es tatsächlich als Finanzanlage zu kaufen – mit einer Rendite von fünf Tafeln Schokolade pro Jahr. Als Geschenk wäre es sogar noch geeignet, da knapp unter der Grenze für den steuerfreien Sachbezug.

Warum nicht mal Ostern mit den Beschäftigten feiern?

Aufpassen muss, wer einen Betriebsausflug plant und sich spontan noch dazu entschließt, den Mitarbeitern dabei noch Geschenke zu überreichen: Der steuerfreie Betrag für Geschenke anlässlich einer Feier oder eines Ausflugs ist im 110-Euro-Freibetrag inbegriffen – der vom Finanzamt gestattete Aufwand verringert sich durch das Geschenk also. Das sollten Unternehmer bedenken – und sowieso zu so einem Anlass vorher ihren Steuerberater fragen. Falls die vergangenen Monate anstrengend waren, können Unternehmer ihre Mitarbeiter ruhig um ein paar Vorschläge für mehr Muße auch nach Ostern bitten. Druck rausnehmen ist immer gut, und die Mitarbeiter haben hierfür oft hilfreiche Ideen.

Statt Geschenke zu verteilen, können Sie auch spenden

Alternativ zum Schenken bieten sich natürlich auch zu Ostern wieder Spenden an. So wie zu Weihnachten zunehmend üblich und auch bei Hochzeiten oder Trauerfeiern nicht unbeliebt, können Unternehmer das sonst für Geschenke bestimmte Geld für einen guten Zweck zur Verfügung stellen. Auch die DATEV engagiert sich für verschiedene gute Zwecke. Sinnvoll ist es in diesem Fall natürlich, sich mit den Mitarbeitern darüber abzustimmen, welcher Organisation oder welchem Zweck das Engagement gelten soll.

Osterpräsente für Kunden sind eine echte Überraschung

Alle diese Überlegungen gelten auch für den Fall, dass Sie die Kunden mit einem kleinen Ostergeschenk überraschen wollen. Das fällt vermutlich mehr auf als die üblichen Weihnachtspräsente, denn so viele Unternehmen setzen zumindest derzeit noch keine Ostergeschenke für Marketing und Kundenbindung ein. Der einzige Unterschied zu Präsenten für Mitarbeiter: Sie müssen nicht an Sachbezug oder Freibetrag denken, sondern an die 35-Euro-Grenze für Werbegeschenke sowie an die Frage, ob es sich beim Geschenk um einen Streuartikel handelt oder eventuell um nur betrieblich nutzbare Aufmerksamkeiten – hier gelten jeweils eigene steuerliche Vorgaben beziehungsweise Aufzeichnungspflichten, über die Sie der Steuerberater aufklärt.
Und sollten Sie sich für die Spendenvariante entscheiden statt für Geschenke an Mitarbeiter oder Kunden, gilt natürlich: Tue Gutes und rede darüber. Wer sich zu Ostern – oder auch zu allen anderen entsprechenden Anlässen bis hin zum Firmenjubiläum – Grußkarten und Präsente spart und das Geld lieber für einen guten Zweck gibt, sollte auch dies bekannt machen. Das geht etwa durch einen Aushang im Laden, durch eine Erklärung auf der Webseite oder auch in Form eines Interviews in der Lokalzeitung oder einem Anzeigenblättchen.
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Midia Nuri

ist Wirtschaftsjournalistin. Sie schreibt vor allem über nutzwertige Unternehmerthemen rund um Betriebsführung oder auch Finanzielles und Steuerliches für verschiedene Branchenzeitschriften, wie etwa den kfz-Betrieb, Die Fleischerei, Der Freie Zahnarzt, Fahrzeug + Karosserie oder auch etwa Das Dachdeckerhandwerk. Außerdem ist sie Chefredakteurin eines Newsletters von BWRMed!a zum Thema Steuern und Bilanzierung. Zu Steuer- und Finanzthemen bloggt und twittert sie derzeit sporadisch unter ladygodiva-blog.de und twitter.com/LadyGodivaBlog.