Personal & Führung

Mitarbeiter und Maschinen brauchen Kühlung

Auch dieses Jahr gibt es sicher noch mal eine Bullenhitze. Dann sollten Sie darauf vorbereitet sein, Ihre Beschäftigten mit Flüssigkeit und Sonnenschutz zu versorgen sowie Computer und Maschinen richtig zu kühlen. Vielleicht können Sie die Arbeit den Temperaturen anpassen?

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Zugegeben, bislang hat der Sommer ein kurzes und durchwachsenes Gastspiel gegeben. Auch das Wetter am Siebenschläfertag ließ wenig Grund zur Hoffnung – wenn die alte Bauernregel stimmt, dürfte es in den kommenden Wochen eher trübe bleiben. Andererseits: Mit jedem Schritt Richtung Norden stimmt die Siebenschläferregel etwas weniger. Außerdem können Meteorologen irren, zuverlässige Voraussagen sind bekanntlich bestenfalls für die nächsten ein oder zwei Tage möglich. Es bleibt also die Chance auf einen schönen Sommer, und heute sieht es ja auch wieder ziemlich gut aus.

Sich auf die Bullenhitze im Hochsommer vorbereiten

Womit wir bei einer Erfahrung der vergangenen Jahre wären: Wenn der Sommer demnächst wiederkommt, macht er das gewöhnlich von null auf 100 – knackig heiß auf einen Schlag und dazu wahrscheinlich tropisch schwül. Deshalb ist es sinnvoll, sich schon jetzt die Tipps anzusehen, die „handwerk magazin“ für das Arbeiten in Zeiten großer Hitze zusammengestellt hat. Vieles davon vergisst man nämlich leicht über den Winter, dabei lässt sich mit etwas Vorbereitung die nächste Hitzewelle besser überstehen – ohne dass die Konzentration leidet oder vielleicht sogar Gesundheitsprobleme entstehen, etwa durch unvorsichtige Aufenthalte in der prallen Sonne. Ganz wichtig: Stellen Sie genug Wasser für alle Beschäftigten bereit. Besonders gut soll bei hohen Temperaturen Minztee sein – am besten aus frischer Minze -, darauf schwören die hitzeerprobten Marokkaner. Auch Grüntee mit Minze oder Zitrone ist eine gute Sache, sowohl heiß als auch abgekühlt. Nur eiskalt sollten Sie ihn nicht servieren oder selber genießen, denn der Körper benötigt dann zusätzlich Energie zum Aufwärmen. Die brauchen Sie an heißen Tagen anderweitig.

Mitarbeiter mit Wasser, Melone und Sonnencreme versorgen

Eine gute Idee ist es auch, zwischendurch eine Wassermelone anzuschneiden oder ein paar Trauben in Aufenthaltsraum und Büroküche zu stellen. Das erfrischt und stärkt an heißen Tagen ungemein. Super finde ich ebenso die Empfehlung von „handwerk magazin“, eine Tube mit Sonnencreme bereitzuhalten – die vergessen morgens viele Mitarbeiter, weil es noch kühler ist. Sie erhalten Cremes für Ihre Mitarbeiter gut und auch günstig – ob natürlich mineralisch, ökologisch oder konventionell – auf dem Weg zur Firma in jedem Super- oder Drogeriemarkt. Welche Mittel taugen, darüber informiert eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest. Gute Taten leicht gemacht also. Wobei sich natürlich bei allen Handwerksbetrieben mit Mitarbeitern im Außeneinsatz von selbst verstehen sollte, dass der Sonnenschutz im Sommer fester Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung ist, wie SHK-Unternehmer Joachim Kreuz hier ja schon einmal betont hat.

Arbeitsplätze ruhig in den schattigen Garten verlegen

Grundsätzlich immer hilfreich ist es natürlich, wenn Sie die Arbeit um die Hitze herumplanen, wie es ja auch Joachim Kreuz versucht. Wenn es in Ihrem Unternehmen geht, fangen Sie doch an heißen Tagen einfach sehr früh an und gewähren den Beschäftigten dafür eine längere Mittagspause oder einen freien Nachmittag. Manche Arbeiten lassen sich sicherlich an kühleren Tagen nachholen. Was nicht warten kann, sollte – falls möglich – in den Schatten und an kühle Plätze verlagert werden. Vielleicht haben Sie beizeiten buchstäblich vorgebaut und verfügen über einen Garten oder netten Hof. Klappstühle und -tische für den Laptoparbeitsplatz kosten nicht die Welt – falls Sie damit nicht sowieso schon ausgerüstet sind. Ein Sonnenschirm ist eine gute Investition mit Blick auf Hitzetage. Und wenn das nicht geht, lässt sich ja vielleicht ein Hitzenickerchen gut dort einlegen.

Auch ans Kühlen von Rechnern und Maschinen denken

Nicht viel machen lässt sich leider bei Maschinenarbeitsplätzen. Hier können Sie nur für gute Belüftung sorgen – aber Vorsicht, starke kalte Winde aus einer Klimaanlage oder von einem Ventilator können auch krank machen, solche Geräte sollten mit Augenmaß eingesetzt werden. Gleichzeitig müssen Ihre Beschäftigten mehr Verantwortung für die Anlagen übernehmen und dafür sorgen, dass Maschinen wie auch Computer oder Server ausreichend gekühlt werden. Wenn die Temperaturen wieder in Richtung Bullenhitze klettern, ist das bei den niedrigen Schmelzpunkten mancher Edelmetalle oder auch enthaltener Kunststoffteile sehr zu empfehlen.

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Midia Nuri

ist Wirtschaftsjournalistin. Sie schreibt vor allem über nutzwertige Unternehmerthemen rund um Betriebsführung oder auch Finanzielles und Steuerliches für verschiedene Branchenzeitschriften, wie etwa den kfz-Betrieb, Die Fleischerei, Der Freie Zahnarzt, Fahrzeug + Karosserie oder auch etwa Das Dachdeckerhandwerk. Außerdem ist sie Chefredakteurin eines Newsletters von BWRMed!a zum Thema Steuern und Bilanzierung. Zu Steuer- und Finanzthemen bloggt und twittert sie derzeit sporadisch unter ladygodiva-blog.de und twitter.com/LadyGodivaBlog.