Technologie

Apps und mobiles Internet steigern Umsatz und Kundenzufriedenheit

Anne Honekamp hält via App und Facebook den Kontakt zum Kunden. Sie ist überzeugt, dass auch kleine Betriebe von der Digitalisierung der Wirtschaft profitieren und für mehr Kundenbindung neue Wege beschreiten sollten.

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Für mich sind Facebook und App fantastische Möglichkeiten, im direkten Kontakt mit den Kunden zu bleiben. Ich habe beispielsweise schon am 19. November gepostet, dass wir vor Weihnachten gut zu tun haben und nicht mehr so viele Termine frei sind. Auf diese Weise konnte ich die Interessenten daran erinnern, dass sie nicht mehr auf einen Schnitt hoffen dürfen, wenn sie sich auf den letzten Drücker melden. Tatsächlich war unser Salon ab 20. Dezember komplett ausgebucht. Darüber wiederum konnte ich mit einem flotten Video informieren: Termine erst wieder im Januar 2015. So eine Nachricht im Stil eines YouTube-Clips kommt an, selbst wenn sie nicht positiv für die Kunden ist.

Auch Friseure gehören ins mobile Internet

Dass wir uns mit dieser modernen Kommunikationsmöglichkeit ins Bewusstsein unserer Kunden bringen können, verdanken wir einem Zufall. Auch IT-Experten müssen zum Friseur – und zu unseren Stammkunden zählt Tobias Groten, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Tobit Software AG in Ahaus. Er fragte vor zwei Jahren, ob wir als Referenz dienen wollten. Zwar ist Groten ein alter Hase im IT-Geschäft, aber er suchte einen Betrieb mit unter 50 Mitarbeitern, mit dem er die Entwicklung eines an die Bedürfnisse kleiner Unternehmen angepassten Miniprogramms ausprobieren wollte, einer App für Smartphones und Tablets.
Mit dieser Idee rannte er bei den Geschäftsführern Ralf und Stefan Honekamp und bei mir offene Türen ein. Wir wussten schon länger, dass wir gerade den jüngeren Kunden online entgegenkommen sollten. Immerhin wurden 2014 laut Branchenverband BITKOM mehr als 700 Millionen Euro mit Apps umgesetzt. Diesen Zug wollten wir nicht verpassen. Allerdings hatte immer die Zeit gefehlt, dass sich einer von uns neben dem Tagesgeschäft ins Thema mobiles Internet und App einarbeitet.

Mit einem starken Partner geht vieles leichter

Darum war uns klar: Das ist eine Win-win-Situation. Als Stammkunde kennt Groten unser Geschäft, wir mussten ihm nicht mehr viel erklären. Er installiert seine Standardsoftware für Apps namens chayns und regelte den Auftritt in den Stores. Die Funktionen der App wurden an unsere Anforderungen angepasst, beispielsweise das Terminmanagement. Die Kunden können via App – auch kurzfristig auf dem Weg vom Büro nach Hause – einen Termin anfragen. Ich empfange die Nachricht auf meinem Smartphone und bestätige oder sage ab. Auch für unseren Partner hat sich die Zusammenarbeit gelohnt. Inzwischen interessieren sich viele Friseure für die App. Auch das Unternehmermagazin TRIALOG hat in der Ausgabe 1/2015 über uns berichtet.

Die App liefert Neuigkeiten aus dem Salon

Seitdem die App existiert, kümmere ich mich um den Inhalt. Mindestens einmal in der Woche verbreite ich auf diesem Weg eine Neuigkeit über unser Unternehmen. Die Handhabung ist einfach, mit wenigen Klicks bringe ich den Kunden via Smartphone unsere Aktivitäten ins Bewusstsein. Im Dezember habe ich gepostet, dass in unserem Salon ein chayns-Imagefilm gedreht wurde. Weil gerade der Nikolaus da war, machte er mit. Solche Aktionen treffen den Geschmack unserer zumeist jungen Kunden, da sie witzig sind. Natürlich informierte ich auch über Rabatte. Vor Weihnachten gab es einen 200-Euro-Gutschein für 180 Euro. Die Aktion ist seit Jahren beliebt, weil die Gutscheine ein gutes Weihnachtsgeschenk sind – und dank App war dieser Termin 2014 kaum zu verpassen.

Bei Kooperationen müssen beide Partner profitieren

Ich betrachte die Entwicklung der App auch als gutes Beispiel für das Potenzial, das unkonventionelle Kooperationen zwischen großen und kleinen Unternehmen bergen: Wir haben ohne hohen finanziellen Aufwand ein modernes Marketinginstrument erhalten, um das uns viele Mitbewerber beneiden. Und Tobit Software konnte mit uns wertvolle Erfahrungen für weitere Angebote in diesem Markt sammeln. Ein Glücksfall war natürlich, dass beide Unternehmen in Ahaus sitzen. Es gab selten Schwierigkeiten. Aber wenn ich mal eine Frage hatte, war schnell jemand von Tobit Software da. Außerdem erleichtert die räumliche Nähe gemeinsame Aktionen. Der chayns-Imagefilm bleibt sicher kein Einzelfall.

Vita:

Anne Honekamp verantwortet im Familienunternehmen Honekamp Haarmoden GmbH Online-Auftritt, Einkauf, Personal und die gesamte Rezeption und Organisation des Salons. Die Geschäftsführer Ralf und Stefan Honekamp entschieden schon vor zwei Jahren, Social Media aktiv als Instrument der Kundenbindung einzusetzen.

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