Technologie

Eines ist gewiss: Daten sind unsterblich

Präsentieren Sie sich oder Ihr Unternehmen im Internet, hinterlassen Sie eine breite Spur an Informationen. Falls Sie ausfallen, muss ein Bevollmächtigter auf die Accounts und dazugehörigen Passwörter zugreifen können. Sonst ist die Kontrolle über die Informationen im Netz verloren.

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Laufend beschäftigt sie uns: die Kehrseite der Medaille. Sie wissen, was ich meine. Man soll eine Entscheidung treffen, und neben dem gewünschten Ergebnis sind damit andere, in der Regel negative Effekte verbunden. Untätigkeit allerdings ist trotz des Wissens um mögliche Nachteile keine Option. Man muss eben tun, was man für richtig hält, und für Begleiterscheinungen eine Lösung finden. Wobei das Entscheidende ist: Machen Sie sich diese Begleiterscheinungen wirklich klar, und denken Sie gut darüber nach, ob oder wie Sie darauf reagieren.
Eines ist gewiss: Daten sind unsterblich
Die – vielen Unternehmern vermutlich unbekannte – Kehrseite der Medaille bei Aktivitäten im Internet wurde mir bewusst, als ich einen interessanten Beitrag von Joachim Vogel im DsiN-Blog gelesen habe, dem IT-Sicherheitsblog für den Mittelstand vom Verein Deutschland sicher im Netz. Sein Thema ist der digitale Nachlass eines Unternehmens. Auf Marketing, Kommunikation und Vertrieb via World Wide Web wird kaum ein Firmenchef verzichten – aber dann muss er bedenken, dass jede Aktivität dort Daten hinterlässt, die es zu kontrollieren gilt. „Der digitale Nachlass umfasst alle Internet-Nutzerkonten und jede Art von Information in digitaler Form auf dem eigenen Computer beziehungsweise Geschäfts-PC oder einem Server in der Cloud“, so Vogel. „Damit es nach dem Ableben des Unternehmers nicht zu Problemen bei der Abwicklung offener digitaler Geschäftsprozesse kommt, muss eine Regelung gefunden werden.“ Selbst beim längerem Ausfall des Firmenchefs gibt es schon viele digitale Aktivitäten, die vorübergehend von einem Vertreter verwaltet werden sollten. Vor allem konkret mit Geld verbundene, etwa offene Bestellungen in Online-Shops. Und latent wichtige, etwa die Pflege von Internet-Präsenzen, damit dort keine Informationen stehen, durch die dem Unternehmen Ärger ins Haus stehen könnte.
Machen Sie Listen mit Accounts und Passwörtern
Haben Sie schon geregelt, wie mit Ihrem digitalen Nachlass verfahren werden soll, wenn Sie ausfallen? Was mit einem persönlichen oder Unternehmensauftritt etwa bei Facebook passieren soll? Ohne Zugang zu den nötigen Passwörtern kann auf manche Accounts niemand zugreifen, ja nicht einmal eine Stilllegung veranlassen. Wie schreibt Jochen Vogel so schön: „Eines ist gewiss: Daten sind unsterblich. Dies gilt sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich.“ Glücklicherweise gibt er auch Tipps, was Sie tun können, damit Informationen bearbeitet oder aus der Öffentlichkeit entfernt werden können – von einer Übersicht über vorhandene Geräte und Accounts mit dazugehörigen Passwörtern bis zur konkreten Vorgabe, was mit den Daten geschehen soll. Die Checkliste sollten Sie ernst nehmen und entsprechende Übersichten oder Vorgaben erstellen. Und falls Sie solche Dokumente in vertrauenswürdiger Hand wissen wollen: Ihr Rechtsanwalt oder Steuerberater kann sie sicher aufbewahren und im Ernstfall den Berechtigten zugänglich machen.
Foto: Gettyimages

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Frank Wiercks

ist Mitglied der Redaktion von TRIALOG, dem Unternehmermagazin für Mittelständler, Selbständige und Freiberufler. Außerdem arbeitet er für verschiedene Wirtschafts- und Managementmagazine. Zuvor war er unter anderem Chefredakteur von handwerk magazin und Markt und Mittelstand.

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