Personal & Führung

Kofferpacken für die Messe ist keine Kunst

Wer zur CeBIT oder anderen mehrtägigen Veranstaltungen reist, muss überlegen, was er mitnimmt. Kleidung, Waschutensilien oder solche Kleinigkeiten wie Ladegeräte zu vergessen ist bestenfalls ärgerlich und schlimmstenfalls geschäftsschädigend. Mit guter Vorbereitung packen sich Koffer aber fast von selbst.

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Es gibt Leute, für die Rollkoffer der reinste Terror sind. Vergessen Sie’s. Was wollen Sie denn sonst nehmen, wenn Sie – wie ich – für mehrere Tage auf eine Messe wie die CeBIT fahren? Okay, Sie könnten vielleicht auf geräuscharme Rollen achten. Da gibt es inzwischen diverse mit Soft-irgendwas-Technologie. Falls Sie schon einen lauten Rollkoffer haben und Ihnen Ihre Nachbarn am Herzen liegen, sollten Sie das Gepäckstück ein paar Meter tragen, wenn Sie sehr früh am Morgen aus dem Haus gehen.

Das Infomaterial nicht vergessen

Grundsätzlich gilt – bei aller persönlichen Abneigung gegen akustische Umweltverschmutzung – die Maxime, dass Reisegepäck seine Kernfunktion erfüllen muss: die verpackten Kleidungsstücke sicher, trocken und möglichst unzerknittert von A nach B zu bringen. Und schon sind wir wieder beim Rollkoffer. Falls Sie dieses Argument überzeugt: Beim Kauf sollten Sie trotzdem noch eine Checkliste durchgehen, auf die auch Überlegungen gehören wie „Welche Verkehrsmittel benutze ich?“ und „Welchen Belastungen muss der Koffer standhalten?“. Und beantworten Sie ehrlich die Frage nach der erforderlichen Größe. Selbst wenn Sie nur ein Sakko, zwei Hosen und fünf Hemden nebst Unterwäsche und Waschzeug dabeihaben und sich auf ein Paar Schuhe beschränken – wo wollen Sie nach der Messe mit den ganzen Katalogen hin? Oder Sie reisen mit einem Klamottenkoffer an und packen gleich eine zweite stabile Tasche für Informationsmaterial ein, je nachdem, wie fleißig Sie sammeln wollen …

Männer packen besser als Frauen

Sie merken schon: Richtiges Kofferpacken ist mehr, als nur Sachen hineinzuwerfen. Das sollten Sie sorgfältig durchdenken – vor der Messe und für den Rückweg gleich mit. Aber es ist wirklich keine Hexerei. Und als Mann brauchen Sie das auch nicht Ihre Frau machen zu lassen. Eine Studie hat vor einiger Zeit ergeben, dass Männer genauso gut Koffer packen können wie Frauen. Ach was: schneller sogar. Wirklich.
Was allerdings zählt, ist Weitsicht. Wenn Sie zum Beispiel beim Trainieren der Hanteltyp sind, besorgen Sie sich vor der Messe ein Thera- oder Physioband. So etwas gibt es in jedem Kaufhaus, manchmal sogar im Supermarkt. Das Band wiegt nichts, ist weniger voluminös als ein T-Shirt und ersetzt die Hantel – die Sie sicher nicht schleppen wollen – ebenso wie diverse andere Sportgeräte. So können Sie im Hotelzimmer etwas für Ihren Bizeps tun – die Anleitung dafür liegt praktischerweise gleich bei. Nur: Vergessen Sie nicht, diese super Investition vor der Abreise auch in den Koffer zu stecken.

Packen Sie möglichst am Vorabend

Ich packe immer am Vorabend, egal wann ich los muss. Kleidung, Notizblöcke, Laptop, Buch oder Zeitschrift und was ich noch so brauche. Denken Sie an das Ladegerät. Mir ist schon mal das Kunststück gelungen, es bei einer fast einwöchigen Reise zu vergessen. Aber die war privat und ich bei meinen Kunden abgemeldet. Da war es dann sogar mal ganz wohltuend, von der Kommunikation abgeschnitten zu sein. Auf einer Messe oder Tagung wollen Sie das nicht. Ganz bestimmt nicht. Also: abends rein in den Koffer mit allen elektronischen Geräten, die Sie nicht am Körper tragen, und bitte bereits voll aufgeladen.
Kandidaten fürs Vergessenwerden sind bei mir Waschzeug, Kosmetika und Zahnbürste, da ich das alles morgens noch brauche und nicht in Reisegrößen vorrätig halte. Ich gehe daher gleich nach dem Duschen das, was ich im Bad gerade gemacht habe, geistig nochmals durch und stecke alles ein, was ich dafür gebraucht habe. Aber wie gesagt: Das ist fehleranfällig, vor allem wenn man sehr früh raus muss. Notfalls gibt es zwar im Hotel fast alles, was Sie brauchen – mittlerweile sogar oft schon für empfindliche Haut. Aber vielleicht haben Sie ja ein Lieblingskissen oder eine Nackenrolle. Die sollten Sie gleich nach dem Aufstehen vom Bett zum Koffer tragen.

Keine Bomben-Witze am Flughafen

Wenn Sie mit dem Flugzeug anreisen, machen Sie bitte bei der Sicherheitskontrolle keine Witze mit den Worten „Bombe“ oder „Terrorist“. Sonst sitzen Sie plötzlich im Befragungsraum statt im Flieger. Ich fahre ja mit dem Zug zur CeBIT, da muss ich nicht mit verunglückten Späßen rechnen, die das Sicherheitspersonal aufschrecken und auf diese Weise so manchen Reiseplan durcheinanderbringen. Und ich meide generell die Schlange vor der Sicherheitsschleuse am Flughafen, die mich per Saldo schon ganz schön was an Lebenszeit gekostet hat. Weshalb ich mich übrigens, das sei an dieser Stelle mal gesagt, den Tipps von Sven Hennig anschließen möchte, der auf „svenblogt“ sehr schön beschreibt, was man als Viel-Flugreisender so alles zwischen Anreise und Take-off erlebt.

Messerundgang mit kleiner Tasche

Ich nehme übrigens zu Messen neben meiner – relativ großen – Handtasche immer auch eine sogenannte Messenger-Tasche mit, zum Umhängen. Sie eignet sich – in den richtigen Farben – definitiv auch für Männer. Hauptsache, Sie bekommen DIN-A4-formatiges Papier und vielleicht auch noch ein paar geschenkte Messe-Goodies und -Kugelschreiber dort hinein, und sie ist aus stabilem Material. Schauen Sie mal hier, da finden Sie bestimmt Inspiration.
Foto: Shutterstock

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Kim Kranz

leitet bei der C3 Creative Code and Content GmbH die Content Unit IT & Professional Services, Healthcare & Insurances, zu der auch DATEV zählt. Die Hightech-Expertin berät Unternehmen bei internen Change-Prozessen, entwickelt und leitet Publikationen für internationale Konzerne aus unterschiedlichen Branchen. Zuvor war sie leitende Redakteurin des Computermagazins CHIP.